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AdBlock – eine umstrittene Browser-Erweiterung

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Beim Surfen im Internet wird man nicht selten durch das Aufpoppen nerviger Werbebanner ausgebremst. Mittlerweile muss das allerdings nicht mehr sein, denn so genannte AdBlocker sorgen dafür, dass die lästigen Einblendungen einfach unterbunden werden. Heute berichte ich euch deshalb alles, was ihr noch nicht über AdBlocker wusstet, aber unbedingt wissen solltet.

adblockplusDas Urteil ist noch ganz frisch: das Oberlandesgericht in Köln hat entschieden, dass das Blockieren von Werbung im Internet, unter der Zuhilfenahme von Computerprogrammen rechtlich in Ordnung ist. Der Axel-Springer-Verlag – Vertreiber von BILD und DIE WELT – hatte Berufung eingelegt, die das Gericht nun zurückweist. Der Verlag klagte über wegbrechende Werbeeinnahmen auf seinen Online-Plattformen, die durch die AdBlocker entstünden.

Zwar bietet der Hersteller des „AdBlock plus“,Eyeo-Technologies ein so genanntes Whitelisting-Programm an, allerdings werden die Firmen zur Kasse gebeten, wenn sie wünschen, dass ihre Werbung  nicht ausgeschlossen wird. Es sind in etwa 30%, die ein Unternehmen direkt an Eyeo abführen muss, wenn es an dem Whitelisting-Programm teilnimmt. Anderenfalls riskiert man, dass die Einnahmen durch Online-Werbung extrem einbrechen. Dies ist auch der Grund, warum der Softwareentwickler seitens der Werbewirtschaft stark kritisiert wird. 70 große Firmen sollen regelmäßig horrende Summen an Eyeo überweisen, damit sie vom AdBlock ausgeschlossen werden, allein Google zahlt Gerüchten zufolge wohl 25 Millionen US-Dollar. Einige sprechen sogar von Erpressung oder moderner Wegelagerei, nicht nur deshalb, weil kleine Unternehmen nach diesem Prinzip das Nachsehen haben.

Doch erstmal bleibt AdBlock-Plus weiterhin erlaubt und somit wird der Kampf um die Einnahmen wohl weiter gehen …